Schimmern und glänzen mit Douglas Firs

Einen Song über den Verzehr von Brokkoli zu schreiben – auf diese Idee muss man erstmal kommen! Natürlich geht es in dem wunderschön reduzierten Piano-Stückchen „Shimmer And Glow“ auch um die Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen und um die dringliche Bitte, doch vor dem Fall ins Chaos bewahrt zu werden. Douglas Firs ist ein schöner Name für einen sensiblen bebrillten Grübler, aber mit bürgerlichem Namen heißt der junge Mann aus Gent Gertjan Van Hellemont. Und auch wenn es zunächst kaum so klingen mag, Douglas Firs sind eine Band: Mit dabei sind Gertjans Bruder Sem, Simon Casier von den den belgischen Indierockern Balthazar und der Szene-VeteranFrederik Van Den Berghe.

„Shimmer And Glow“ heißt auch der Titel des Debütalbums der jungen Band aus dem flämischen Landesteil Belgiens. Die einen Stil pflegt, der zwischen songwriterhafter Zurückhaltung und indierockiger Hingabe oszilliert. Douglas Firs stellen sich sicherlich Paradies so vor, dass dort Bob Dylan, Ryan Adams und Bill Callahan um ein Lagerfeuer sitzen und genießerisch seufzen.Das Quartett bringt es auf  fabelhaft leichtfüßige Art fertig, melancholisch und euphorisch zur gleichen Zeit zu klingen. Und schafft es, nach all der inneren Irrlichterei doch noch ein kleines Feuerwerk am Abendhimmel abbrennen zu lassen. Douglas Firs spielen übrigens auf dem Reeperbahnfestival in Hamburg Mitte September. Man kann erwarten, die Autorin dieser Zeilen in Bühnennähe anzutreffen. Ach, und Douglas Firs, das klingt doch irgendwie vertraut? Jawohl, bei dem Bandnamen handelt es sich um Nadelbäume. Genauer gesagt um Douglasien, die man Weihnachten zuhauf ins Wohnzimmer zum Verwelken stellt. Passt irgendwie.

 

 

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