Bathernay: Der Winter kommt zurück

Die Band nach dem verträumten Dörfchen benennen, in dem man als junger Mensch am Rande der Pubertät wie aus der Zeit gefallene Urlaube erlebte: Auf diese Idee muss man auch erst mal kommen! Bathernay heißt der verschlafene Ort im Südwesten Frankreichs, wo Nicolas, der musikalische Kopf der belgischen Band, schwerelose Sommer verbrachte. Bathernay, also die Band, gibt es seit dem Jahr 2012. MoldyDas Quartett schwelgt auf seinem jüngsten, im Herbst 2015 erschienen Album „Moldy“ in elegischen, ausufernden Tönen. Die sich mit hoher emotionaler Wucht und großer Sanftheit irgendwo in den Weiten zwischen Postrock, Dreampop und Shoegaze bewegen. Der erwachsene Schwärmer träumt nun in Schwarz-Weiß und hat die schöne Melancholie zur Kunstform erhoben. Die emotionale Landschaft ist nicht mehr grün und gleißend, sondern karg und verschneit. Aber das ist nur der Hintergrund, vor dem große Gefühlsgemälde gemalt werden, auch wenn sie winterlich ausfallen! Mit Songs wie dem monumentalen Zehnminüter „Love“ muss man sich Zeit lassen, bis sich die Vier, versteckt hinter Gitarrenwällen, endlich den ultimativen Gefühlsausbruch gestatten. Uff! Natürlich ist es hier Winter, aber trotzdem zünden Batherney  ein warm flackerndes Feuer an. An dem wir lange sitzen und unseren Gedanken nachhängen können. Wie damals im Sommer, als wir noch 14 waren. Über Bandcamp kann man „Moldy“ zur Gänze lauschen. Und zu „Winter Will Be Back“ gibt es ein sehr stimmiges Video!

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