Die Mundharmonikahelden: The Rhythm Junks

Mundarmonika, Bass, Schlagzeug und Gesang. Das soll cool klingen? Mal im Ernst: Das klingt knochentrocken cool, was das Trio The Rhytm Junks aus Gent hier mit simplen Mitteln produziert. Die Herren Steven de Bruyn, Jasper Hautekiet und Tony Gynselinck sind bereits seit zehn Jahren im Geschäft und haben sich als souveräne Grenzgänger zwischen den Genres etabliert. Blues, Jazz, Rock oder verschwurbelter Folk – sie wirbeln wir alles präzise durcheinander und machen etwas ganz Eigenes daraus! Die Rhythm Junks bezeichnen sich selbst gerne als Pickles, also diese komischen Gemüsespieße, die nur aufgrund ihrer Zusammenstellung so interessant schmecken. Die Kombination macht´s!

Mit “It Takes A While” legen die Drei bereits ihr viertes Album vor und grooven mit überschäumender Spielfreude zwischen Radaudisco und cooler Lounge. Dass De Bruyn englisch mit einem dicken flämischen Akzent singt, wollen wir ihm gerne gerne verzeihen! In Songs wie dem famosen “Why Would I Worry” wird die Mundharmonika plötzlich zur Leadgitarre: Gleichzeitig machen sich die Drei hier über eitle Rocker lustig. The Rhythm Junks führen zudem den Jugendkult in der Populärmusik ad absurdum: Denn trotz der beträchtlichen Altersunterschiede in der Band klingen die Musiker frischer und lebendiger als so manche Teenie-Kapelle! Die Belgier sind tiefenentspannt. Souverän. Und dazu noch erstaunlich tanzbar! Denn wer die Mundharmonika nur als Requisit einzelgängerischer Westernhelden abgespeichert hat, weiß spätestens nach dem feinen “Headphone City”, dass das Instrument durchaus clubtauglich ist!

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