Feiern wir den Nachsommer mit Cabane!

In „Frühstück bei Tiffany“ gibt es diese wunderbare Szene, wo Holly Goligthly auf der Feuertreppe sitzt und zu sanften Gitarrenklängen das unvergessliche „Moon River“ singt. Im gleichnamigen Roman von Truman Capote kommt diese Szene natürlich viel anrührender daher. Weil es ein namenloser kleiner Countrysong ist, den Holly selbstvergessen trällert. Das Schöne an diesen reduzierten Bluegrass-Tönen ist, dass immer eine leise Traurigkeit mitschwingt. cabEiner, dem diese rauchblauen Gefühle bestens vertraut sind, ist Thomas Jean Henri, der neuerdings unter dem Künstlernamen Cabane antritt. Der Mann aus dem Brüsseler Stadtteil Schaerbeek hat zuvor als Projekt Soy Un Caballo auf sich aufmerksam gemacht und steuert sein Bötchen souverän durch die latent überfischten Americana-Gewässer. Monsieur Cabane ist ein Musiker, der mit guten Freunden gesegnet ist: Denn auf seiner Debütsingle „Wooden Home“, einer wunderbar grenzwert-melancholischen Preziose zwischen Folk, Pop und kleinem Chanson, hat er Bonnie Prince Billy alias Will Oldham und Kate Staples von This Is The Kit als Mitstreiter gewinnen können. Und die innigen Streicher-Arrangements stammen von keinem Geringeren als  Sean O’Hagan von den High Llamas. Der zärtliche, ruhige und trotzdem üppig arrangierte kleine Track hält die Fahne der Hoffnung hoch und passt genau in diese ersten Augusttage. In denen die Macht des Juli schon ein wenig gebrochen ist, es früher dunkel wird und wir uns auf die intensiv strahlenden Tage des Nachsommers freuen können. Ein wenig erinnern diese Töne an Mike Scott von den Waterboys. Nicht die schlechteste Empfehlung!

 

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