FÄR bringen die Dunkelheit zum Glühen

Dort, wo kein Licht ist und die eigenen Gedanken an die Wände prallen, dort wird man FÄR finden. Sagt das Duo aus dem Örtchen Brakel  zu den eigenen, elegant verdüsterten Elektropop-Klängen. Ach, An-Sofie De Meyer und Tim De Gieter, ihr vergesst vielleicht etwas: Von eurer Schwärze geht eine pulsierende Wärme aus, die das Dunkel zum Glühen bringt! faerFÄR schwelgen in großen Mitternachts-Gefühlen, edel und dandyhaft. Das ist wohl Gothic Pop, was das Duo hier zelebriert. Passt doch zum herannahenden Totenmonat November. Die beiden flirten mitunter mit dem Bombast. Verlangsamen die Dinge auf elegante Weise, wenn sie sich auf die Suche nach den Sündern der Nacht machen. Die sollen sie durch unbekannte Gefilde leiten! FÄR lebt von der geheimnisvollen und lasziven Stimme von An-Sofie De Meyer, von der man sich gerne auf Abwege leiten lässt. Das Duo hat in diesen Tagen sein Debütalbum vorgelegt, das von Schwarz-Weiß-Ästhetik lebt. Und dreht die Synthies weit auf in fein überkandidelten Tracks wie“Shot“ weit auf, zu dem sie ein sehr ästhetisches Video gedreht haben. Fast besser gefällt der ruhigere, herzschmerzige Song „Hands“. Wer in die bereits erschienene EP hereinhören will, kann dies über Bandcamp tun. Und sich auf die sanfteste Weise in den Edgar-Allen-Poe´schen Maelström hinabziehen lassen!

 

(Foto: Gert-Jan De Baets)

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