Elegante Düsternis mit Lagüna

Knutschen als gebe es kein Morgen im Video von Lagüna.

Wenn es um die Verleihung des diesjährigen Joy-Division-Gedenkpreises geht, dann dürften Lagüna ganz vorne mitmischen. Das ist unbedingt als Kompliment gemeint! Denn die fünf Nachwuchs-Postwave-MusikerInnen (jawohl, am Bass ist mit Naomi Bentein eine Frau dabei!) aus der Hafenstadt Antwerpen schwelgen mit unbestrittener Intensität und hoher Dringlichkeit in dunkelglitzernden Soundwelten. In Belgien, dem Land der vielen Nachwuchswettbewerbe, hat Lagüna bei verschiedenen Contests ganz vorne mitgemischt und spielt in diesem Sommer auf zahlreichen Festivals. Dafür, dass Lagüna erst seit knapp einem Jahr zusammenspielen, klingen diese Sounds sehr aus ein em Guss!

Dass die Debüt-Single „Amber Hands“ in Schwarz-Weiß-Ästhetik daherkommt, überrascht nicht wirklich. Dass hier hier dreieinhalb Minuten lang nur geknutscht wird, das schon eher! Wir zelebrieren die hungrige Art der Liebe! Ein mitleidlos stoischer Bass prägt diesen Track, die atemlosen Gitarren stechen die die Wespen und darüber liegt die Stimme von Sänger Niels Elsermans und ist voller anspruchsvoller Post-Teenage-Angst. Und doch schimmert hier immer wieder durch: Die Hoffnung haben wir noch lange nicht aufgegeben! Im Herbst erscheint die Debüt-EP des Quintetts. Wenn das genauso zwingend klingt wie die Single, dann her damit!

(Foto: Dorien Buys)

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